Bauherren-Interview #1 – Leben im Passivhaus

Bauherren haben viele Kriterien, nach denen sie ihr Haus planen lassen. So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden sind auch Prioritäten bei der Entscheidung welches Haus passt. In dieser Reihe möchte ich Bauherren zu Wort kommen lassen, um über das ganz persönliches Wohn- und Bauerlebniss zu schreiben. So könnt ihr erfahren, wie es sich in den verschiedenen Häusern lebt, wo Probleme lagen und was sowohl in der Planung als auch in der Nutzung gut funktioniert. Ihr wollt selber teilnehmen? Schreibt mir gerne eine Email.

  • Bauherren: Familie Rizvi
  • Baujahr 2017
  • Einzug Mitte August 2017
Das Passivhaus der Familie Rizvi. Klare, kompakte Bauform mit großen Fenstern zum Nutzen von passiver Sonnenenergie.
Quelle: Familie Rizvi.

Erzählt doch bitte kurz wer ihr seid und was für ein Haus ihr gebaut habt.

Wir sind eine kleine Familie mit zwei Kindern (8 und 6). Leider ist unser Hund vor einem Jahr verstorben. Da mein Mann in Frankfurt arbeitet, haben wir im Großraum Frankfurt nach einem Neubauprojekt gesucht. In Offenbach hat sich ein günstiges Projekt angekündigt. Leider war der energetische Standard der Häuser total überholt, Stichwort: Fenster mit Doppelverglasung.

Also mussten wir uns nach einem Grundstück umschauen, was eine echte Herausforderung war. Da kam uns das Passivhaus Neubaugebiet in Nidderau sehr gelegen. Manche Bauherren fürchteten sich vor dem Passivhaus. Wir planten sowieso eins zu bauen. Es wurde sogar im Grundstückskaufvertrag festgehalten, dass wir ein Passivhaus mit einer Photovoltaikanlage auf dem Grundstück errichten.

Die einzige Frage, die noch zu klären war: wollen wir Massiv- oder Fertighaus bauen? Die Antwort darauf ergab sich durch die Umstände. Wir mussten vor der Einschulung unseres Sohnes fertig werden. Aus Zeitmangel wurde ein Fertighaus gebaut. Genauer gesagt keine Ständerbauweise sondern ein Haus aus massivem Holz. Dadurch gelang es uns die Vorteile der beiden zu verbinden. Einerseits wurde das Haus sehr schnell fertiggestellt. Andererseits ist die Bausubstanz nachhaltig und gleichzeitig schwer genug um die Akustik zu verbessern.


Für welchen Energiestandard habt ihr euch entschieden?

Für Passivhaus. Es war unsere bewusste Entscheidung, die wir mehrfach rechtfertigen mussten. Leider ist es vielen Fachleuten aus der Baubranche der energetische Standard nicht geläufig. Es kursieren unglaubliche Geschichten über zu hohe Investitions- und Zertifizierungskosten, kalte und ungesunde Häuser mit stickiger Luft, da die Häuser luftdicht sind und man dort angeblich keine Fenster öffnen darf. Es war hart mit so vielen Märchen konfrontiert zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bauherren, die verunsichert sind oder einem skeptischen Architekten vertrauen, sich von dem Passivhausstandard abbringen lassen.

Photovoltaik-Belegung der Dachflächen nach Süden, aber auch nach Osten und Westen zur maximalen Nutzung von Solarenergie.
Quelle: Familie Rizvi.

Was genau hat euch dazu bewogen? Welche Information, welche Erfahrung, welche Vorstellung?

Aus diesem Grund ist es unerlässlich sich gut zu informieren und nur die richtigen Partner für das Bauvorhaben auszusuchen, die sich mit Passivhäusern auskennen. Bereits vor der Planung habe ich verschiedene Ratgeber und Fachmagazine übers Bauen gelesen, mich intensiv mit dem Thema befasst. Ich fand das Buch von Thomas Königstein „Ratgeber energiesparendes Bauen“ sehr hilfreich. Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben worden und für Laien gut geeignet.

Mein Ziel war es: ein warmes Zuhause zu planen, dass keine große finanzielle Belastung im hohen Alter darstellt. Das Haus sollte uns eher entlasten. Die ältere Menschen müssen häufig ihre Häuser verlassen, da sie entweder die Treppen nicht mehr steigen können oder die Nebenkosten zu hoch sind. Die beiden Punkte wollte ich aus dem Weg räumen, obwohl wir noch nicht alt sind. Ein Haus als eine Art Rentenvorsorge.


Hattet ihr Unterstützung durch einen Architekt*in oder Ingenieur*in? Hattet ihr einen extra Planer*in für die bauphysikalischen und energetischen Fragen?

Das wichtigste war auf die richtige Baufirma zu setzen, die kein Problem mit der Zertifizierung des Hauses hatte. Allen Bauunternehmen erzählten wir vor der beabsichtigten Zertifizierung bei dem Passivhaus Institut in Darmstadt. Wie es sich schnell herausstellte, kniffen viele Anbieter bei der Vorstellung. Die Zertifizierung wurde zu einem Sieb, wodurch dem Standard nicht gewachsene Baufirmen ausschieden. Dank der Zertifizierung wussten wir, dass wir auf die richtigen Partner gesetzt haben. Es ist wichtig, besonders in der Planungsphase, das Projekt einem Zertifizierer zur Ansicht vorzulegen. Dann kann er noch einige Optimierungen vorschlagen. Je früher er eingebunden wird, desto besser. Die Korrekturen des Projekts sind noch die günstigsten.


Gab es bei euch in der Planungsphase Besonderheiten, die vielleicht mit einem EnEV-Haus nicht aufgetaucht wären?

Nicht dass ich wüsste. Wir haben das Projekt absichtlich sehr einfach gehalten um Schwierigkeiten bei der Planung, bei der Ausführung oder später auszuschließen.


Wie lebt es sich in eurem neuen Haus? Bemerkt ihr einen Unterschied zu einem älteren Haus oder einem anderen Energiestandard?

Ja, der Unterschied ist nicht von der Hand zu weisen. Wie wir feststellen mussten, hat ein Passivhaus auch Nachteile. Wir fühlen uns pudelwohl zu Hause und verreisen nicht gerne. Selbst im Urlaub, als wir gefroren haben, da die Raumtemperatur zu niedrig war und wir den kalten Luftzug spürten, wollten die Kinder einfach nach Hause. Ein anderes Mal kamen wir alle erkältet zurück. Ein Passivhaus bietet ein viel höheren Komfort an. Man gewöhnt sich sehr schnell daran und vermisst es woanders, zum Beispiel bei der Arbeit, in der Schule oder auf Reisen.

Der größte Segen ist die Lüftungsanlage, die den Überschuss an Feuchtigkeit abtransportiert und immer für frische (und im Winter vorgewärmte) Luft sorgt. Wir frieren nicht, das Haus hat immer, für uns optimale 24 Grad Zimmertemperatur. Der weitere Nachteil ist: wir haben das Gespür für das Wetter draußen verloren. Jeder Sonnenschein gaukelt uns warmes Wetter vor. Meine Kinder fragen mich im November, ob sie kurze Hosen anziehen sollen. Wir gehen manchmal aus dem Haus und kommen gleich zurück um die Jacken zu holen.

Die Vorteile, die wir noch beobachten können: wir werden seltener krank, haben selten Kopfschmerzen. Die Erkältungen verschwinden viel schneller als sonst.


Wie hoch waren die Mehrkosten? Könnt ihr diese wieder einsparen?

Im Vergleich zu einem ENEV Haus beliefen sich die Mehrkosten auf etwa 9% und 2% im Vergleich zu KfW 40 Haus. Wir hätten noch mehr Geld sparen können, wenn wir auf die Fußbodenheizung verzichtet hätten. Das war unsere bewusste Entscheidung. Und obwohl der Fußboden im Winter nicht richtig warm wird (noch ein Nachteil des Passivhauses), kann das Haus über den Boden im Hochsommer gekühlt werden. Eine Kühlfunktion der Wärmepumpe sorgt bei der größte Hitze für angenehme Temperaturen. Wenn die Außentemperatur 32 Grad nicht übersteigt, ist die Kühlung nicht notwendig.

Unser Haus verdient Geld. Das bedeutet, dass wir im Jahr etwa 480 Euro Energiekosten haben und für die überschüssige Solarenergie ungefähr 680 Euro bekommen. Am Ende sind wir 200 Euro im Plus. Im Vergleich dazu sind die laufenden Kosten für unser Auto viel höher.

Verbrauchs- und Produktionsdaten der Photovoltaikanlage für das Jahr 2018. Bilanziell erzeugt das Haus mehr Energie als benötigt wird und verdient so Geld.
Quelle: Familie Rizvi.

Was würdet ihr wieder so machen, was würdet ihr anders machen?

Ich hoffe nicht, dass wir wieder ein Haus bauen oder wegziehen müssen. Vieles würden wir genauso machen. Wir würden natürlich wieder ein Passivhaus Plus bauen. Im unseren Haus würde ich ein Fenster gegen feste Verglasung eintauschen. Eine Waschküche im Obergeschoss wäre von Vorteil. Wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, würde ich einen Sole-Wärmetauscher ums Haus verlegen und mit der Lüftungsanlage verbinden. Und wir würden uns bessere Fliesenleger aussuchen.


Was wolltet ihr der Bau-Welt schon immer mal erzählen?

Was ich enorm schade finde: viele Bauherren wissen gar nicht, was für Fortschritt die Baubranche gemacht hat. Sie denken und bauen immer noch wie früher, mit einer Gasheizung, auf dem schlechtesten energetischen Standard. Ich verstehe, dass man mit der Perimeterdämmung schlecht prahlen kann. Eine Küche oder der Garten sind deutlich sichtbar für die Nachbarn. Aber wenn man ein neues Haus baut, das noch viele Jahre stehen wird, hat man die einmalige Chance (fast) alles richtig zu machen. Ich weiß, dass es oft ums Geld geht und die Fachleute selten die Lust verspüren alle Möglichkeiten ihren Kunden aufzuzeigen. Jedoch denke ich, dass die Bauherren viel besser informiert werden sollen, damit sie überhaupt eine Chance haben sich für die besseren Lösungen zu entscheiden. Die Architekten, Bauingenieure, Planer, Installateure oder auch die Energieberater sollten den Bauherren ruhig mehr Mut zutrauen.

Leider das Gegenteil ist der Fall. Häufig müssen aufgeklärte Bauherren feststellen, dass die Fachleute von ihren zukunftsfähigen Plänen nicht begeistert sind und sie davon abhalten. Die Bau-Welt muss verstehen, dass die Nachhaltigkeit und die energetische Selbstversorgung immer höheren Wert unter der zukünftigen Hausbesitzern hat. Die neue Konzepte verbinden den niedrigsten energetischen Baustandard wie Passivhaus mit einer Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Stromspeicher, Ladestation und einem Elektroauto. Weg von den fossilen Brennstoffen zum Wohle der Umwelt, ihrer Kinder und der künftigen Generationen.

Deshalb habe ich mich entschieden, einen Baublog zu schreiben und über unsere Erfahrungen zu berichten. Die Bauphase ist schon längst vorbei. Ich veröffentliche unsere Energiewerte: den Verbrauch sowie die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage.

Immer wieder melden sich interessierte Bauherren, die noch ein paar Tipps benötigen. Mittlerweile hat der Blog knapp 73.000 Klick erhalten. Ein Zeichen dafür, dass das Interesse vorhanden ist und nach neuen Konzepten aktiv gesucht wird.


Der Link zum Baublog “Autark mit Passivhaus” – sehr empfehlenswert!

https://autarkmitpassivhaus.blogspot.com/

Bauherren-Frage: Wie befestige ich Küchenschränke im Holztafelbau?

Mein Blogartikel zum Leben in der Plastiktüte hat einen Nutzer dazu inspiriert, mir folgende Frage zu stellen:

Wir beabsichtigen ein Fertighaus aus dem Jahr 2006 zu kaufen. Uns geht es um das Thema Montag von Küchenschränken an den Außenwänden. Der Wandaufbau sieht, laut Bauzeichnung, von innen nach außen wie folgt aus: Fermacell 18mm, Dampfbremse 100my, Holzrahmenwerk 160mm mit Steinfaserdämmstoff WLG035, Fermacell 12,5mm, Styropor Dämmplatte 60mm, Armierung 2mm, Oberputz 3mm. Wie verhält es sich mit der Gefahr eine Tauwasseransammlung im WDVS, wenn durch die Montage der Küchenschränke die Dampfsperre punktuell beschädigt wird? Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen zu hören, deshalb möchte ich mir Ihren Rat als Experte einholen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar einen Rückmeldung von Ihnen zu bekommen. Mit freundlichen Grüßen

Grundsätzlich ist jede (!) Perforierung der Dampfbremse und luftdichten Ebene zu vermeiden. Insbesondere im Küchen- oder Badbereich kann man höhere Luftfeuchtigkeiten erwarten, sodass das Risiko grundsätzlich höher ist, als in trockener Büroatmosphäre. Von diesem Gesichtspunkt aus, sind die Bedenken des Bauherrens absolut nachzuvollziehen und es ist richtig sich die Sache im Detail etwas genauer anzuschauen.

In so einem Fall kann man nun abwägen. Küchenoberschränke die einzeln aufzuhängen sind, würde ich ausschließen. Ich rate zu Modellen, die auf einer Leiste montiert werden. Diese Leiste kann an die tragenden Elemente, also das Holzrahmenwerk, geschraubt werden. Durch den Anpressdruck wird die Dampfbremse festgehalten und abgedichtet. Analog dazu findet man diese Art der Befestigung von Dampfbremsfolien in gängiger Literatur, und auch die Gipsfaserplatten werden so an das Rahmenwerk geschraubt. Daher sehe ich diese Ausführung als unkritisch.

Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude – Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Heute möchte ich politisch werden. Seit 2017 wartet die Fachwelt auf die Zusammenführung von Energieeinsparverordnung (EnEV), Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und Energieeinsparungsgesetz. Derzeit liegt ein aktueller Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, zur Stellungnahme vor. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat diesen Entwurf veröffentlicht und im folgenden möchte ich sowohl fachlich, als auch politisch dazu Stellung nehmen. Die komplette Stellungnahme, gerne auch zur nicht-kommerziellen Weiterverwendung unter Nennung meines Namens, im pdf-Format findet ihr hier.

Seit dem Inkrafttreten der ersten Energieeinsparverordnung 2002 liegt das Ziel einer gut gedämmten Gebäudehülle direkt im Namen der Verordnung: „Energie einsparen“. Der oft verwendete Leitsatz „Erst Energie sparen, dann den Rest effizient erzeugen“ soll in dieser Verordnung in die Praxis überführt werden. Dazu wurden kontinuierlich Überarbeitungen der Verordnung veröffentlich, sowie mit dem Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz weitere Anforderungen hinzugefügt. Im Rahmen des Gebäude-Energie-Gesetz sollten ursprünglich schon 2018 alle gesetzlichen energetischen Anforderungen an Gebäude gebündelt und weitergeführt werden.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich das energetischen Anforderungsniveau im GEG-Entwurf nicht von den Anforderungen der bisher gültigen Gesetze und Verordnungen unterscheidet. Kurz gesagt, der vorliegende Gesetzesentwurf ist im groben eine reine Zusammenfassung ohne (energetisch wirksame) inhaltliche Änderungen. Es gibt einige kleiner Änderungen, die ich konkret benennen möchte:

§10 (3) Die Anforderungen an die Errichtung von einem Gebäude nach diesem Gesetz gelten nicht, soweit ihre Erfüllung anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften zur Standsicherheit, zum Brandschutz, zum Schallschutz, zum Arbeitsschutz oder zum Schutz der Gesundheit entgegensteht.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, GEG-Entwurf Stand 28.05.2019 21:02Uhr
  • Damit wird die Pflicht zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien hinter alle anderen öffentlich-rechtlichen Anforderungen gestellt. Unbestritten ist die Vereinigung verschiedener Anforderungen eine besondere Herausforderung an den/die beteiligten Ingenieur*innen und Planer*innen. Jedoch können die Anforderungen in der Praxis durch eine ausführliche Planung und Einsatz von innovativen und kreativen Lösungen zusammengeführt und erfüllt werden. Eine Aufweichung zu Lasten der Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien halte ich für das falsche Signal.

§17 Werden aneinander gereihte Wohngebäude gleichzeitig errichtet, dürfen sie hinsichtlich der Anforderungen der §§ 12, 14, 15 und 16 wie ein Gebäude behandelt werden. Die Vorschriften des Teiles 5 bleiben unberührt.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, GEG-Entwurf Stand 28.05.2019 21:02Uhr
  • Da nach Baufertigstellung jedes Gebäude einen eigenen Energieausweis benötigt, und dieser für einen Neubau nur als Energiebedarfsausweis ausgestellt werden kann, ist eine vorherige gemeinsame Berechnung überflüssig.

§26 (5) Besteht ein Gebäude aus gleichartigen, nur von außen erschlossenen Nutzeinheiten, so darf die Messung nach Absatz 1 nach Maßgabe von DIN EN ISO 9972:2018-12 Anhang NB auf eine Stichprobe dieser Nutzeinheiten begrenzt werden.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, GEG-Entwurf Stand 28.05.2019 21:02Uhr
  • Eine sinnvolle Ergänzung der bislang geltenden Gesetze und Verordnungen, da bisher Gebäude mit z.B. Laubengängen sehr aufwendig auf die geforderte Luftdichtheit geprüft werden mussten. In wieweit das GEG Nutzeinheiten als „gleichartig“ bewertet, bleibt abzuwarten.

§51 (1) Bei der Erweiterung und dem Ausbau eines Gebäudes um beheizte oder gekühlte Räume darf
– bei Wohngebäuden der spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust der Außenbauteile der neu hinzukommenden beheizten oder gekühlten Räume das 1,2fache des entsprechenden Wertes des Referenzgebäudes gemäß der Anlage 1 nicht überschreiten oder
– bei Nichtwohngebäuden die mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragende Umfassungsfläche der Außenbauteile der neu hinzukommenden beheizten oder gekühlten Räume das auf eine Nachkommastelle gerundete 1,25fache der Höchstwerte gemäß der Anlage 3 nicht überschreiten.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, GEG-Entwurf Stand 28.05.2019 21:02Uhr
  • Die bisherige Idee bei einer Erweiterung und Ausbau eines Gebäudes um beheizte (oder gekühlte) Räume, konnte folgendermaßen verstanden werden: Entweder das Gebäude erfüllt im Ganzen 140% der Anforderungswerte für einen Neubau oder die einzelnen Bauteile müssen einen höheren Standard erfüllen. Die erste Möglichkeit des Nachweises über die sogenannte 140%-Regel ist in das Gebäude-Energie-Gesetz übernommen worden. Der sogenannte „Bauteilnachweis“ ist jedoch signifikant verändert worden: Anstatt auf eine eigene Tabelle mit niedrigeren U-Werten zu verweisen, bezieht sich der Absatz nun auf die Referenzausführung mit dem Niveau von 2014. Dazu ist der Wert noch mit dem Faktor 1,2 zu multiplizieren. Die ursprüngliche Prämisse, ein einzelnes Bauteil über Neubauniveau zu ertüchtigen, wird so komplett unterwandert. Ich unterstelle, dass mit solchen Werten die Gesamtgebäudebilanz eines Bestandsgebäude nicht verbessert wird.
  • Des weiteren beschreibt das BMWi den Gesetzentwurf als Anforderungsidentisch: ” Die geltenden energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung an Neubau (seit 1. Januar 2016) und an den Bestand, einschließlich der Nutzungspflichten nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, werden beibehalten.” Dies ist schlicht falsch. Zum Vergleich folgende Tabelle mit einem Auszug von einzuhaltenden Werten nach EnEV 2014/2016 und GEG-Entwurf
  • Es ist gut ersichtlich, dass die neuen Anforderungen deutlich unter den Anforderungen nach EnEV 2014 liegen. Das ist meiner Meinung nach ein falsches Signal für die Wichtigkeit auch einzelner Bauteile auf die energetischen Einsparmöglichkeiten eines Gebäudes. Es ist in der Praxis sehr deutlich zu sehen, dass einmal sanierte Bauteile, und auch zugehörige Gebäude, während des Lebenszyklus nicht mehr weiter energetisch ertüchtigt werden. Insofern wäre es zu empfehlen, diese Bauteile deutlich höheren Anforderungen zu unterwerfen, um so eine energetisch nachhaltige Sanierung zu erreichen.

Im Rahmen der fortschreitenden Klimakrise gibt es mehrere Abkommen, die die Bundesregierung unterzeichnet und umzusetzen hat. Allen voran die Gebäuderichtlinie der EU und der Klimaschutzplan der Bundesregierung. Diese Richtlinien beinhaltet u.a. die Steigerung der Energieeffizienz bis 2020, Einsparung von CO2 und Ausbau erneuerbarer Energien bis 2030 und letztlich ein Klimaneutraler Gebäudebestand 2050. De Facto hat Deutschland keine Definition vom Neubaustandard des „Niedrigstenergiehaus“ geliefert, sodass im Nachhinein der Standard von 2014/2016 als Interpretation des Niedrigstenergiehaus herhalten muss – denn eine Steigerung der Anforderungen sucht man im GEG-Entwurf vergeblich.

Vor allem die Problematik des Gebäudebestands, der den Hauptteil des Energieverbrauchs darstellt, wird nicht optimistisch in die richtige Richtung gelenkt, sondern zurückgefahren und aufgeweicht. Da in der Praxis ohnehin schon viele Sanierungen nicht genehmigt und damit unterhalb der Anforderungen durchgeführt werden, werden so die verbleibenden rechtlich korrekt durchgeführten Sanierungen ebenfalls energetisch schlechter ausgeführt.

Es ist mir nicht verständlich, warum die Bundesregierung nicht weiter ambitioniert auf einen klimaneutralen Gebäudebestand hinarbeitet und auch die Nutzung erneuerbarer Energien auf bis zu 65% bis 2030 nicht konsequent weiterführt, indem die Anforderung zur Nutzung erneuerbarer Energien auch für eine Sanierung im Gebäudebestand gilt.

Letztlich vergibt die Bundesregierung wertvolle Chancen auf eine Weiterentwicklung der Klimapolitik hin zu einer nachhaltigen Errichtung und Sanierung von Gebäuden, denn analog zu einer Gebäudesanierung, wird ein Gesetz – so denn es einmal verabschiedet wurde – sinnvollerweise nicht sofort wieder erneuert. Es sollte an die Lebensdauer angepasst und zukunftssicher ausgerichtet sein und nicht den Blick in die Vergangenheit festigen.

Welche Verglasung ist die Richtige? 1-fach / 2-fach / 3-fach / 5-fach / Vakuum?

Meistens wird über die Art der Verglasung im Kontext der Wärmedämmung diskutiert. Diese Größe wird durch den U-Wert bestimmt. Bei Fenstern werden oft bis zu 3 verschiedene U-Werte angegeben: den Uf-Wert für den Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmen („frame“), den Ug-Wert für die reine Verglasung („glazing“) und den Uw-Wert als Kombination für das gesamte Fenster („window“). Im Bereich des Passivhausnachweises kommen dazu noch die Wärmebrückenkoeffizienten für die Einbausituation und die Glaskante. Ausschlaggebend ist idR der Uw-Wert. Dieser liegt bei heutigen Fenstern IMMER über dem Ug-Wert: Lasst euch nicht von schönen Zahlen der Verglasung blenden! Der Rahmen ist mittlerweile das Schwächere Glied im System Fenster.

Durch das Fenster gelangt aber auch Sonnenlicht und damit Energie in den Raum. Neben optischen Werten, die im Rahmen einer bilanziellen Betrachtung an dieser Stelle nicht weitere interessieren, gibt es den „g-Wert“ – den Gesamtenergiedurchlassgrad. Dieser gibt als Faktor zwischen 0 und 1,0 an, wieviel der außen auftreffenden Sonnenenergie durch das Fenster gelangt und den Innenraum erwärmen kann. Der Wert ist zum einen für die Gesamtbilanz des Fenster wichtig und zum anderen für den sommerlichen Wärmeschutz: Je größer der Wert, desto mehr Energie steht dem Raum im Winter zur Verfügung. Je kleiner der Wert, desto weniger Überhitzung gibt es im Sommer. Je mehr Scheiben, desto weniger Energie geht durch das Fenster. Je weniger Scheiben, desto mehr Wärme fließt durch das Fenster ab.

Ihr seht, beim Thema Fenster wird es nie nur die eine Lösung geben. Es kommt sehr individuell auf die räumlichen und lokalen Gegebenheiten an. Die Unterschiede, Vor- und Nachteile der verschiedenen Verglasungen möchte ich euch trotzdem im Folgenden zeigen.

1-fach Verglasung

Zugegeben, 1-fach Verglasung findet man nur noch in älteren Häusern, deren Eigentümer völlig sanierungsresistent sind. Dennoch haben diese Fenster eine eigene Art mit bauphysikalischen Vorgängen „umzugehen“. Bei diesen Fenstern ist die Scheibe, auch im Vergleich zu allen anderen Bauteilen im Gebäude, die absolute Schwachstelle. Tauwasser fällt nahezu immer an der Verglasung aus, sodass diese Fenster im unteren Bereich am Rahmen eine Rinne für den Wasserablauf, bzw. zum abwischen der auskondensierten Feuchtigkeit haben. Viele der Fensterrahmen hatten zudem integrierte Lüfter, also Schieber oder gleich komplett offene Schlitze, um einen gewissen Luftwechsel im Gebäude sicherzustellen.

2-fach Verglasung

2-fach Verglasungen werden oft Wärmeschutzverglasung oder Isofenster genannt. Dort befindet sich zwischen 2 Glasscheiben ein Edelgas, dass die Wärme relativ schlecht leitet. So können Fenster mit passenden Rahmen i.d.R. U-Werte bis zu 1,30W/m²K erreichen. Für den normalen EnEV-Standard ist das rechnerisch ausreichend.

3-fach Verglasung

3-fach Verglasungen haben eine 2. Gasfüllung und eine 3. Scheibe. Dadurch wird der Aufbau dicker und die Wärmedämmung besser. Durch die 3. Glasscheibe wird allerdings auch die Durchlässigkeit für sichtbares Licht und damit Wärmeenergie der Verglasung herabgesetzt. Besonders in Niedrigenergie- und Passivhäusern kann das zu einem Problem führen, wenn für die Bilanz des Gebäudes der Sonneneintrag relevant wird. Besondere Kombinationen aus Glas, Edelgasfüllung und Abmessungen können das Problem etwas abschwächen, generell ist es aber eine „entweder-oder“-Entscheidung. Weitere Probleme können das hohe Gewicht der Fenster sein, für das besonders tragfähige Beschläge benötigt werden. Zudem ist hier der U-Wert der Verglasung besser als der des Rahmens, sodass die Rahmenfläche möglichst klein und die Scheibenfläche möglichst groß sein sollte. Auch der Glasverbund wird in diesen Bereichen maßgeblich, sodass sich mittlerweile die „schwarze Kante“ durchgesetzt hat.

5-fach Verglasung

5-fach Verglasungen sind eher experimentell, bekannt ist vor allem ein Dachfenster einer führenden Fenstermarke. Im Dach kann dieses Fenster Sinn machen, da durch die 5 Scheiben nicht nur weniger Wärme im Winter entweichen kann, sondern durch einen geringen g-Wert auch weniger Sonnenenergie ins Wohnrauminnere gelangt.

Vakuum-Verglasung

Auch wenn Edelgase schon relativ wenig Wärme leiten, leitet ein Vakuum eben gar keine Wärme mehr. Diese Überlegung führt zu experimentellen Vakuumverglasungen, um die U-Werte noch weiter zu senken. Problematisch ist bislang, dass die Glasscheiben dem atmosphärischen Druck nicht standhalten können und zur Unterstützung kleine Glasbrücken benötigen. Diese sind letztlich viele kleine Wärmebrücken, die leider auch noch sehr gut sichtbar sind. Bei nicht-transparentem Glas sind diese Verglasungen sicher im High-End-Bereich eine Alternative, in normalen Einsatzbereichen momentan aber noch nicht praktikabel.


Rechnerisch möglich sind 2-fach verglaste Fenster bei einem Dämmniveau nach EnEV, das entspricht einem Sanierungsniveau von KfW 70 als Effizienzhaus. Bei besseren Standards muss auf ein 3-fach verglastes Fenster zurückgreifen.

Wichtig ist immer das Fenster im System „Haus“ zu sehen. Das Problem mit Tauwasser, dass zu Zeiten von 1-fach Verglasungen einfach mit einer Rinne und einem Lappen gelöst wurde, ist natürlich auch heute noch relevant. Solange das Fenster das thermisch schwächste Bauteil ist, wird Tauwasser immer dort ausfallen. Der Vorteil: Man sieht es, lüftet und entzieht dem Problem die Ursache. Ist das Fenster nun thermisch besser als die Wand, wird Tauwasser an der Wand ausfallen und dort (zunächst unbemerkt) zu Schimmel führen.

In einem Niedrigenergie- oder Passivhaus hingegen ist dieses Problem nicht maßgeblich, da die Wände einen deutlich besseren U-Wert aufweisen, als jede gängige Verglasung. Durch die hohe Energieeffizienz der Gebäude, kann hier ein schlechter g-Wert den Eintrag der Sonnenenergie im Winter so sehr reduzieren, dass die Heizung ungeplant angestellt werden muss. Andererseits kann ein zu hoher g-Wert im Sommer zu einer Überhitzung des Gebäudes führen.

Fenster sind also oft das Zünglein an der Waage und bedürfen einer detaillierten Planung.

Tagebuch #2 – Panik, Schimmel und andere Gewerke

Dieses Mal rief mich ein Architekt ganz panisch an, dass in einem seiner Neubauten kurz vor der Fertigstellung Schimmel an einer Stelle gefunden wurde.

Das Objekt ist ein (hochpreisiges) 2-geschossiges Haus mit Klinker und Flachdach. In einer Ecke im OG gab es leichten Schimmelbefall. Beim betreten des Hauses, schlugen mir direkt 100% Luftfeuchtigkeit entgegen: der Estrich wurde vor wenigen Tagen eingebracht und niemand kam auf die Idee mal zu lüften. Eine Lüftungsanlage wurde ebenfalls nicht eingebaut und ein Lüftungskonzept war nicht vorhanden (Anmerkung: Oft wird in solchen Fällen das Lüftungskonzept noch schnell nachträglich ausgestellt, die Fenster mit Fensterfalzlüftern ergänzt und alle sind unzufrieden).

Das Wasser lief also schon in Strömen die Fenster herunter, die Luft war zu feucht und warm zum atmen. Bei solchen Bedingungen lässt sich der Schimmel natürlich nicht lang bitten. Die Gipskartonplatten der Decke waren zum Glück noch nicht angebracht, sodass der Befall der Sparren noch entdeckt werden konnte. Eine kurze Nachfrage, wann der Schimmel entdeckt wurde und welches Gewerk zuletzt an dieser Gebäudeecke gearbeitet hatte, brachte dann die richtige Spur: Der Dachdecker hatte das hinter dem Klinker liegende Fallrohr der Dachentwässerung angeschlossen und dabei großzügig die Dämmung entfernt – und nicht wieder eingebaut. Trotz relativ warmer Außenlufttemperaturen reichte diese Wärmebrücke aus, um dem Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen zu schaffen.

Fazit: Kümmert euch auch in der Bauphase schon um die notwendige Abfuhr der Luftfeuchtigkeit, insbesondere wenn es noch baubedingte Wärmebrücken gibt. Die Schimmelsporen und das Myzel im Putz oder im Holz verschwinden nicht, wenn die Wachstumsbedingungen wieder schlechter werden, sondern warten solange, bis die Bedingungen wieder besser werden und sie weiterwachsen können. Damit ist der Neubau direkt kontaminiert und das nächste Wachstum geht bedeutend schneller.

7 Tipps für einen (bauphysikalisch*) guten Entwurf

(für unsere Breitengrade)


Bauphysik ist oft das A und O eines guten Entwurfs. Neben der Raumwirkung, dem Raumgefühl, dem Licht, etc. spielt die Behaglichkeit eine große Rolle für die Akzeptanz eines Gebäudes oder eines Raums. Dafür gibt es einige Tipps und Faustregeln, wie man als Planer direkt von Anfang an die gröbsten Fehler/Schwachstellen umgehen und so das Wohlbefinden des Nutzers im Raum steigern kann.

1. Vermeide Wärmebrücken

Versuche alle Bauteilflächen gleichmäßig zu dämmen. Gleiche U-Werte schaffen gleiche Temperaturen an der Bauteilinnenoberfläche. Dadurch werden sogenannte Strahlungsasymmetrien vermieden, die Menschen oft als unangenehm empfinden.

2. Dämme ausreichend

Dämmung hält im Winter die Wärme im und im Sommer aus dem Gebäude. Ausreichend Speichermasse dämpft zudem sehr kalte, als auch sehr warme Außenlufttemperaturen ab.

3. Sorge für Verschattung

Besonders im Sommer kann ein modernes, gedämmtes Gebäude zu einer Hitzefalle werden. Daher gilt im Sommer: möglichst wenig Sonnenergie ins Gebäude lassen: Also eine gute Verschattung planen.

4. Nutze Sonnenergie

Fenster auf der Südseite gewinnen übers Jahr mehr Wärmeenergie als sie verlieren. Auf der Nordseite ist es genau umgekehrt. Plane Fenster und Räume klug und den örtlichen Gegebenheiten angepasst.

5. Achte auf Schall

Auch wenn es rechtlich nicht immer notwendig ist, stören Geräusche von der Heizung oder dem Badezimmer auch in der eigenen Wohnung. Noch mehr stören Geräusche des Nachbars. Gedanken an die vorhandenen und geplanten Schallübertragungswege in jede Dimension und Richtung sind daher nie umsonst.

6. Plane die Luftdichtigkeit und die Luftfeuchtigkeit

Eine nicht durchgängige luftdichte Ebene beschert dem Nutzer Zugerscheinungen und kann die durchströmten Bauteile schädigen.
Die Luftfeuchtigkeit muss zudem dauerhaft aus dem Gebäude ab- und frische Luft zugeführt werden. Passiert dies nicht, kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Nutzers.

7. Frage die Bauherren

Eine Planung ist nur so gut, wie sie vom Nutzer akzeptiert wird. Besonders die Haustechnik muss auf die Wünsche der Bauherren abgestimmt werden, damit diese auch optimal genutzt und bedient werden kann. Was nützt z. B. die beste und integral ans Gebäude angepasste Lüftungsanlage, wenn der Nutzer diese nie anstellt?


Gute Planer arbeiten an den verschiedenen Aspekten des Gebäudeentwurfs zusammen auf Augenhöhe am runden Tisch. Die unterschiedlichen Anforderungen sollten sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig ergänzen. Dafür muss man die Anforderungen jedoch schon in einem frühen Stadium des Entwurfsprozesses kennen, dann können diese auch optimal eingearbeitet und nicht bloß „drübergestülpt“ werden.


* Die Erklärungen in diesem Blog sind natürlich vereinfacht. Fachlich könnte man viele der Themen deutlich mehr ausarbeiten und komplexer beschreiben. Dazu kann man sich gerne der gängigen Fachliteratur bedienen.

Wärmebrücken Teil 3 – Einfluss auf den Heizenergiebedarf

Jeder hat schonmal in den verschiedensten Kontexten davon gehört: Wärmebrücken. Umgangssprachlich werden diese oft Kältebrücken genannt, weil es an diesen Stellen eben kalt ist. Der Fachbegriff Wärmebrücken leitet sich allerdings davon ab, dass an solchen Stellen die Wärme besser aus dem Raum abfließen kann. An diesen Stellen bilden sich oft Schimmelpilze oder Stockflecken. Um zu verstehen, wie Wärmebrücken entstehen, wie man einer Problematik mit eben diesen umgehen kann, und was das Ganze für die Energiebilanz des Gebäudes zu tun hat, möchte ich euch in der folgenden Themenreihe einen kleinen Einblick in die spannende Welt der Wärmebrücken geben. In Teil 1 ging es um das generelle Verständnis von Wärmebrücken und wie sie entstehen. Teil 2 widmet sich der besonderen Problematik von Schimmelpilzen und warum sie hauptsächlich an Wärmebrücken entstehen. Teil 3 wird auf die Wärmebrücken im EnEV-Nachweis eingehen und zeigen, wie sich Wärmebrücken auf die benötigte Heizenergie auswirken. Teil 4 wird einige Praxisbeispiele und gute Lösungen für Wärmebrückenprobleme beinhalten.

Die Theorie werden wir nun hinter uns lassen und uns kopfüber in die Nachweispraxis stürzen. Die Energie-Einsparverordnung ist in den unterschiedlichen Bundesländern durch Verordnungen eingeführt worden, der nachzuweisende Umfang ist aber deutschlandweit gleich. In §7 der EnEV wird explizit auf den Mindestwärmeschutz und Wärmebrücken eingegangen:

„(1) Bei zu errichtenden Gebäuden sind Bauteil, die gegen Außenluft, das Erdreich oder Gebäudeteile mit wesentlich niedrigeren Innenraumtemperaturen abgrenzen, so auszuführen, dass die Anforderungen des Mindestwärmeschutzes nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden. Ist bei zu errichtenden Gebäuden die Nachbarbebauung bei aneinandergereihter Bebauung nicht gesichert, müssen die Gebäudetrennwände den Mindestwärmeschutz nach Satz 1 einhalten.

(2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der Einfluss konstruktiver Wärmebrücken auf den Jahres-Heizwärmebedarf nach den anerkannten Regeln der Technik und den im jeweiligen Einzelfall wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen so gering wie möglich gehalten wird.

(3) Der verbleibende Einfluss der Wärmebrücken bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs ist nach Maßgabe des jeweils angewendeten Berechnungsverfahrens zu berücksichtigen. Soweit dabei Gleichwertigkeitsnachweise zu führen wären, ist dies für solche Wärmebrücken nicht erforderlich, bei denen die angrenzenden Bauteile kleinere Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen, als in den Musterlösungen der DIN 4108 Beiblatt2: 2006-3 zugrunde gelegt wird.“

Der Grundsatz lautet also zuerst einmal, dass der Mindestwärmeschutz eingehalten werden muss, damit es nicht schon alleine auf Grund einer normalen Raumlufttemperatur und -feuchte anfängt zu schimmeln (wie ich euch in Teil 2 erklärt habe). Erst danach geht es um den rechnerischen Einfluss auf den Heizenergie- und damit auf den Primärenergiebedarf. Um diesen herauszufinden, muss man als erstes die Wärmebrücke mit einem geeigneten Programm mit Finite-Elemente-Methoden simulieren. Dazu wird ein 2D-Modell erstellt und stationär (d.h. mit festen Randbedingungen) berechnet. Heraus kommt eine Verteilung des Wärmestroms und der Temperatur innerhalb des Bauteils (den Wärmestrom kann man auf die Temperatur umrechnen) und diese ist, wie man im Bild erkennen kann, durch die konstruktive Ecke nicht mehr gleichmäßig.

Und jetzt kommt der bilanzielle Clou: Die Rechenverfahren nach DIN V 4108-6:2003-6 und DIN V 18599-1:211-12 (wo die beiden zu verwendenden Rechenverfahren nach EnEV beschrieben sind) beziehen sich in der Abmessung der Bauteile auf bestimmte Modellmaße. Im Horizontalschnitt der Außenecke (die hier ja unser Beispiel ist) gibt es den Außenmaßbezug. Die Fläche wird also von Außenkante zu Außenkante berechnet und über den U-Wert der Wärmeverlust über die gesamte Wand bestimmt. Durch die Simulation haben wir aber gesehen, dass sich die Temperatur an der Ecke ändert. Diese Differenz können wir mit einem detaillierten Wärmebrückennachweis korrigieren – und in eigentlich fast allen Fällen wird der Wert besser, als der pauschale Wert ohne Nachweis. Dadurch wird der berechnete benötigte Primärenergiebedarf geringer, oder es kann für das gleiche Ergebnis ein anderer Bauteilaufbau mit weniger Dämmung gewählt werden.

Um den Einfluss zu verdeutlichen, habe ich hier ein Praxisbeispiel: Ein mittelgroßes EFH mit 150qm Wohnfläche, 2-geschossig ohne Keller mit Walmdach in Klinkerbauweise. Anlagentechnik: Wasser/Wasser-Wärmepumpe, elektrisch nachgeheiztes Trinkwarmwasser, Fußbodenheizung, zentrale Lüftungsanlage.

Um den EnEV-Nachweis einzuhalten ohne mich weiter um Wärmebrücken zu kümmern, benötige ich folgende U-Werte*:

Die meisten Neubauten werden gut und gewissenhaft gedämmt und erfüllen eigentlich immer die Anforderungen des Beiblatt 2 der DIN 4108. Erstellt man nun einen Gleichwertigkeitsnachweis, bedeutet man vergleicht die Konstruktionsprinzipien der eigenen Detailplanung mit den Konstruktionen im Beiblatt, so kann man den pauschalen Wärmebrückenkorrekturfaktor halbieren.

Werden die Wärmebrücken jetzt noch detailliert berechnet, ist ohne weitere Planungen, alleine durch den aufwendigeren Nachweis, fast immer eine weitere Halbierung des Wärmebrückenkorrekturfaktors möglich. Von 0,1 W/m²a über 0,05 W/m²a zu 0,025W/m²a sind also noch gar keine Planungsänderungen nötig, sondern lediglich mehr Nachweisaufwand.

Theoretisch liegt das Einsparpotenzial bei bis zu 2758€ – in diesem Beispiel. Alternativ kann man durch diese Berechnung auch an anderer Stelle, z.B. der Anlagentechnik sparen.

Wer noch mehr tun möchte, kann sich im Bereich der Passivhäuser umsehen. Dort ist es notwendig den Einfluss der Wärmebrücken auf 0 W/m²K zu reduzieren. Dies setzt allerdings eine Wärmebrücken-Planung voraus.  Möglich ist aber auch das.

Letztlich hoffe ich, dass ich euch zeigen konnte, dass sich die Berechnung der detaillierten Wärmebrücken am Ende finanziell rechnen kann. Ein guter Bauphysiker wird euch Varianten und Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr euer angestrebtes Energieniveau erreichen könnt und wo ihr investieren müsst und wo ihr sparen könnt.

* Die Erklärungen in diesem Blog sind natürlich vereinfacht. Fachlich könnte man viele der Themen deutlich mehr ausarbeiten und komplexer beschreiben. Dazu kann man sich gerne der gängigen Fachliteratur bedienen.

Tagebuch #1 – Zugluft, Thermographie und Schimmelspürhunde

In der Tagebuch-Reihe erzähle ich euch von meinen Terminen auf der Baustelle. Wie zeigte sich das Problem, was ist dort schiefgelaufen und vor allem: wie hätte man es verhindern können?

Heute ging es zum wiederholten Male zu einem Kunden. Zu einem ersten Termin kam es, weil er unspezifische Zugerscheinungen im Dachgeschoss bemerkte. Beim ersten Termin habe ich neben einem ausführlichen Gespräch eine kleine Thermographie-Untersuchung gemacht. Dort stellte sich heraus, dass das Temperaturniveau des gesamten Hauses sehr hoch war, es jedoch an den Anschlusspunkten zwischen Dach und Wand/Drempel ziemlich ausgekühlte Stellen gab. Ein Blick auf den Spitzboden zeigte, dass (zumindest erst einmal dort) die luftdichte Ebene nicht ausreichend verklebt wurde (Warum das so wichtig ist, lest ihr hier). Wie leider sehr oft wurde zwar über die Fläche eine Folie angebracht, diese wurde aber nicht fachgerecht verklebt und vor allem nicht an die angrenzenden Bauteile angeschlossen. An einer Stelle konnte man die warme Luft durch die Thermographie in den Spitzboden ziehen sehen. An einer Stelle im Heizungsraum gab es eine unverkleidete Ecke, die ebenfalls eine abgeschnittene und nicht angearbeitete Dampfbremse zeigte.

Thermographie des Ortgangs von innen.

Nicht fachgerecht
ausgeführte Luftdichtheitsebene/
Dampfbremse

Heute stand nun der nächste Schritt in der Diagnostik an: Es wurde geprüft, ob die Dämmung schon von Schimmelpilzen befallen ist. Dazu wurden Schimmelspürhunde eingesetzt. Die Kollegin konnte mit ihren Hunden leider unsere Befürchtung nur bestätigen: Die Hunde zeigten alle Dachschrägen, sowie einen Kellerraum an. Im Kellerraum war aber schnell klar, wo das Problem lag: An einer Styropor-Tapete. Darunter bilden sich eigentlich immer Schimmelpilze, aber glücklicherweise wurde diese auf eine Betonwand geklebt, sodass die Sanierung im Keller mit dem Entfernen der Tapete und etwas Schimmel-Frei auch schon erledigt ist.

Nun geht es an die Sanierung des Daches, und das wird eine sehr umfangreiche Angelegenheit. Letztlich wird die gesamte Dämmung ausgetauscht, die Dampfbremse und luftdichte Ebene sauber und lückenlos ausgeführt und am Ende alles neu verkleidet werden müssen. Auch mich schmerzt die umfangreiche Sanierung in einem Haus, das grade einmal 15 Jahre alt ist. Nur durch das sehr großzügige Heizen der Bewohner ist dort noch kein Schimmelbefall im Innenraum festzustellen. Doch wie hätte das verhindert werden können? Zuallererst ist natürlich eine gute Bauleitung/überwachung das A und O. Fehler, die gar nicht erst gemacht werden, sind die „besten“. Doch auch nach der Bauphase hätte man in der Gewährleistung noch auf diese Fehlausführung aufmerksam werden können: Durch eine externe Qualitätskontrolle in Form einer Thermographie und eines BlowerDoor-Tests. Dadurch wäre ziemlich schnell klar geworden, dass an der luftdichten Ebene etwas nicht in Ordnung ist. Durch eine Thermographie hätte man unterstützend die Bereiche eingrenzen können, wo die fehlerhafte Ausführung besonders starke Auswirkungen hat. Der Schaden wäre natürlich trotzdem enorm gewesen – aber man hätte einen Verursacher, bzw. eine mangelhafte Leistung, und wäre nicht noch auf dem finanziellen Schaden sitzen geblieben.

Mein Fazit: Sprecht euren Planer auf die luftdichte Ebene an! Er darf sie euch auch ruhig mal im Schnitt nachzeichnen – ohne den Stift abzusetzen. Beauftragt nach der Fertigstellung der luftdichten Ebene einen externen Luftdichtheitstest, zu diesem Zeitpunkt können Probleme gut erkannt und auch wieder beseitigt werden. Der Test kostet wenige hundert Euro und kann euch sehr viel Ärger sparen!

Wärmebrücken Teil 2 – Wärmebrücken und Schimmel

Jeder hat schonmal in den verschiedensten Kontexten davon gehört: Wärmebrücken. Umgangssprachlich werden diese oft Kältebrücken genannt, weil es an diesen Stellen eben kalt ist. Der Fachbegriff Wärmebrücken leitet sich allerdings davon ab, dass an solchen Stellen die Wärme besser aus dem Raum abfließen kann. An diesen Stellen bilden sich oft Schimmelpilze oder Stockflecken. Um zu verstehen, wie Wärmebrücken entstehen, wie man einer Problematik mit eben diesen umgehen kann, und was das Ganze für die Energiebilanz des Gebäudes zu tun hat, möchte ich euch in der folgenden Themenreihe einen kleinen Einblick in die spannende Welt der Wärmebrücken geben. In Teil 1 ging es um das generelle Verständnis von Wärmebrücken und wie sie entstehen. Teil 2 widmet sich der besonderen Problematik von Schimmelpilzen und warum sie hauptsächlich an Wärmebrücken entstehen. Teil 3 wird auf die Wärmebrücken im EnEV-Nachweis eingehen und zeigen, wie sich Wärmebrücken auf die benötigte Heizenergie auswirken. Teil 4 wird einige Praxisbeispiele und gute Lösungen für Wärmebrückenprobleme beinhalten.

Wie bekannt wachsen Schimmelpilze ab ca. 80% relativer Feuchte*. Die relative Feuchte ist aber wiederum temperaturabhängig. Im Innenraum gilt: je kälter die Lufttemperatur, desto höher ist die relative Feuchte. Und was passiert, wenn es im Bereich einer Wärmebrücke kälter wird? Richtig: Zunächst erhöht sich an dieser Stelle die relative Feuchte. Und damit steigt die Gefahr von Schimmelpilzwachstum. Und das Schimmelpilzsporen gar nicht gut sind, das hat wohl mittlerweile jeder mitbekommen. Es geht also letztlich darum, die Oberflächentemperaturen von Wänden, Decken und Böden möglichst hoch zu halten, um keine Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze zu schaffen. Eine Übersicht über Wachstumsbedingungen von Schimmelpilzen bieten sogenannte Isoplethendiagramme. Prof. Dr.-Ing. Sedlbauer von Fraunhofer-Institut für Bauphysik und der TU München hat lange dazu geforscht und diese Diagramme entwickelt.

Für jede Substratgruppe gibt es ein eigenes Diagramm. Substratgruppe 0 beschreibt ein optimales, biologische Vollmedium, dieses ist in Gebäuden nicht üblich (über den Schimmel in der Küche reden wir hier ja nicht 😉 ). Substratgruppe II sind biologisch nicht verwertbare Materialien, z. B. Metall. Substratgruppe I ist alles dazwischen: z. B. Tapeten, Holz, aber auch Staubablagerungen. Ihr seht, wir befinden uns bei unseren Betrachtungen im Gebäude eigentlich immer in Substratgruppe I. Auf der horizontalen x-Achse der Diagramme seht ihr nun die Temperatur von 0 bis 30°C. Auf der vertikalen y-Achse ist die relative Feuchte von 70 bis 100% aufgetragen. Die eigentlich Isoplethenlinien zeigen jetzt die Grenze an, an der Schimmel überhaupt zu wachsen anfängt. Interessieren tut uns der Einfachheit halber nur die unterste LIM 0: Ist die Temperatur bei 0°C brauchen Schimmelsporen mind. 95% relative Luftfeuchte, um überhaupt wachsen zu können. Bei 10°C sind es nur noch 80% und bei 20° (also normaler Raumtemperatur) reichen gut 75%.

Die relative Feuchte ist nun eigentlich nur eine Prozentangabe, wieviel Feuchtigkeit die Luft schon aufgenommen hat, bevor die Luft „gesättigt“ ist – also kein Wasser mehr aufnehmen kann. Die absolute Menge bleibt immer gleich. Beispiel: Bei 20°C kann die Luft 17,3g Wasser pro m² Luft aufnehmen. Kühlt man diese Luft auf 15° ab, ist die Kapazität schon bei 12,8g Wasser erschöpft. Hat die Luft bei 20°C eine relative Feuchte von 60% entsprechen das 10,4g Wasser. Kühlt man diese Luft auf 15°C ab, bleiben die 10,4g Wasser natürlich gleich – die relative Feuchte steigt aber auf knapp 80%. Um mal kurz auf unser Diagramm zu schauen: Bei 20° und 60% besteht keine Schimmelgefahr – bei 15° und 80% schon! Jetzt ist hoffentlich klar, warum eine Wärmebrücke so kritisch sein kann: Ohne an der Luft im Raum etwas zu ändern, kann die abgekühlte Luft an der Wärmebrücke Schimmelpilzwachstum begünstigen.

In der Planung wird der Feuchteschutz über die minimale Oberflächentemperatur nachgewiesen. In der DIN 4108-2 sind Grenzwerte angegeben, die an jeder Stelle im Gebäude eingehalten werden müssen. Man rechnet vereinfacht mit einer Außentemperatur von -5°C und einer Raumlufttemperatur von 20°C. Bei diesen Bedingungen darf die Temperatur an der kältesten Stelle 12,6°C nicht unterschreiten. Diesem Grenzwert lag folgende Annahme zu Grunde: Das Normklima im Innenraum wurde mit 20°C und 50% relative Luftfeuchte angenommen. Bei 12,6°C liegt die relative Feuchtigkeit somit bei 80%. Dies nahm man damals als Schwelle zu Schimmelpilzwachstum an, ein Blick in das Isoplethendiagramm zeigt uns allerdings, dass Schimmelpilze schon bei ca. 77% zu erwarten sind. Insofern ist eine Auslegung der Wärmebrücken auf 12,6°C zwar normgerecht, kann in der Praxis aber trotzdem zu Schimmel führen – und sollte daher nicht knapp-auf-Kante geplant werden.

Besonders kritisch werden Wärmebrücken, wenn von innen etwas die Oberfläche verdeckt, wie z. B. ein Eckschrank. Dieser wirkt wie eine kleine Innendämmung und verringert die Wärme, die an der Oberfläche der Wärmebrücke ankommt. Das Ergebnis ist, dass die Oberflächentemperatur unter die 12,6°C fällt und dort noch schneller Schimmel entstehen kann. Zusätzlich wird Schimmel in solchen Ecken besonders spät entdeckt.

Ihr seht, hinter der Wärmebrückenproblematik steckt eine direkte Gefahr für den Innenraum und die Wohngesundheit und sollte nicht ignoriert oder vernachlässigt werden. Aber auch rechnerisch sind Wärmebrücken unbedingt zu beachten, dazu erzähl ich euch aber im nächsten Teil etwas mehr.

* Die Erklärungen in diesem Blog sind natürlich vereinfacht. Fachlich könnte man viele der Themen deutlich mehr ausarbeiten und komplexer beschreiben. Dazu kann man sich gerne der gängigen Faechliteratur bedienen.

Kurz gefragt – Kurz geantwortet: Wofür brauche ich einen Bauphysiker

Einen Bauphysiker brauchst du in verschiedenen Situationen:

– Für den Bauantrag: Er erstellt den Wärmeschutz- und den Schallschutznachweis und überprüft und bestätigt die Ausführung für die Fertigbauabnahme.

Fachberatung: Er ist Experte für Wärme, Feuchte und Schall und berät bei Fragen, die vor oder während der Bauausführung auftreten.

Detailplanung von Wärmebrücken oder des Feuchteschutzes.

– Analyse und Gutachten von klimabedingten Bauschäden und Schimmel.

– Finanzielle Förderung von energieeffizienten Bauvorhaben wie z.B. KfW-Förderung, BAFA oder Passivhäuser.